AMX-40 OKB Grigorov 1:72

Typ: mittlerer Panzer AMX-40
Land: Frankreich
Modell: Resin, OKB Grigorov
Maßstab: 1/72

Original:
Der AMX-40 war einer der vielen Entwürfe, die im Frankreich der
Zwischenkriegszeit herumgeisterten.  Er war bestimmt durch rundherum
gerundete Formen zur besseren Trefferablenkung. Die Panzerung war für
die Zeit sehr ordentlich (bis 60 mm an der Turmvorderseite) und mit 200
PS und einer projektierten Geschwindigkeit von 45-50 km/h war das
Projekt auch ordentlich motorisiert. Es gab nur Zeichnungen, kein
Prototyp wurde hergestellt.
Der AMX-40 wäre wohl für immer in der historischen Versenkung
verschwunden, wenn ihn nicht das bekannte Computerspiel World of Tanks
wieder aus dieser geholt hätte. Aufgrund seiner einzigartigen Form hat
sich der AMX-40 dort eine beträchtliche Fangemeinde erworben („the duck
tank“).

Modell und Bau:
Das Modell von OKB Grigorov ist mein erstes Resinmodell, entsprechend
gab es, sagen wir mal, eine Lernkurve. Die Teile passten hervorragend.
Das Material ist ohne Tadel, kein einziges Bläschen war zu finden; auch
die spröde Brüchigkeit, die ich von Flugzeug-Zurüstteilen her kenne, ist
einer haltbareren Elastizität gewichen. Die Ketten waren sehr angenehm
zu handhaben; kalt schon in gewissen Grenzen formbar, konnte man sie
unter heißem Wasser sehr schnell in die gewünschte Form bringen, auch
mit Farbe drauf. Auf der Negativseite gab es immer wieder Farbabplatzer
(trotz Reinigung mit Alkohol und Grundierung) und unvorhergesehene
Brüche – ein Leitrad musste ich nach dem zweiten Achsenbruch mit
Kupferdraht stiften. Die seitlichen Platten, die das Laufwerk schützen,
brachten mich kurz vor Abschluss noch fast zur Verzweiflung, als das
Modell bereits fertig bemalt und mit Decals versehen war und nur noch
die (bereits lackierten) Seitenschürzen anzubringen waren. Die Schürzen
waren so dünn und mussten zur Befestigung auch leicht gebogen werden,
dass zwei Versuche mit Superkleber und einer mit Epoxykleber scheiterten
und unansehnliche Kleberflecken zur Folge hatten. Letzten Endes schnitt
ich den (ohnehin unsichtbaren) oberen Teil der Ketten heraus und brachte
Haltestifte an, das funktionierte. Die Kleberflecken schliff ich mit
1200er Papier dünn und lackierte nochmal matt drüber. Ein
Hoheitsabzeichen hat leicht gelitten, sonst sieht man nichts mehr vom
Beinahe-in-die-Tonne-Event.
Die Tarnung folgt den Vorgaben für den leichten Panzer FT-17, der auch
Anfang des 2. Weltkrieges in Frankreich noch im Einsatz war. Die Decals
entnahm ich dem ausgezeichneten Bausatz des FT-17 von Flyhawk; kein
Verlust, noch 4 Versionen übrig.
Profis der Schwobabaschdler meinen: Übung macht den Meister, also werde
ich die Resinflinte noch nicht ins Korn werfen, das Ergebnis ist ja ganz
ordentlich geworden. Damit man sich eine Vorstellung zur Größe des
Panzerchens machen kann, steht auf den Fotos auch ein VW Käfer von
Schuco. 😊

Euer

Harald Rotter

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