Modellbautreffen März 2022

Was die Pandemie so mit einem macht – 13 Leute waren wir bei unserem Treffen am 11.03., und es kam uns verdammt voll vor, dabei waren auch schon mal fast doppelt so viele am Start!  Ein Tisch nach dem anderen wurde angebaut, es gab Wiedersehen nach langer Zeit und die eine oder andere Erstbegegnung.  Je mehr Gäste kamen, desto mehr Tische wurden einer nach dem anderen angebaut, und alle bogen sich unter Roschdbrada, Schnitzel & Pommes und den anderen üblichen Verdächtigen (auch Wasser & Schadstoffe waren dabei).

Gebogen hat sich auch der Tisch mit den mitgebrachten Modellen.  Aufgrund Zimmos verletzungsbedingter Abwesenheit wurde die Präsentation der Modelle dann auf einer Transportschachtel mit improvisiertem Tuch durchgeführt – war auch nicht schlecht!  Die Fotos sind von unserem Webmaster, der sich seit langem wieder die Ehre gab, was uns alle freute… verdammte Pandemie.

Markus Meurer fuhr mit schwerem Gerät fürs Gruppenbauprojekt „Naher Osten“ auf: zwei Merkava-Panzer in 1:35, der IIB von Takom und der IIID von Meng. Sehen alle gleich aus? Mitnichten! Verschiedene Farbgebung, Oberfläche und konstruktive Unterschiede machen sie eher zu gutaussehenden Brüdern.

Hans-Ulrich brachte einen T-34/85 von Tamiya, ein fesches Gerät in Panzergrün im viel zu selten gebauten Fahrzeugmaßstab 1:48.

Thomas Rieger zeigte eine persönliche Premiere mit einem Opel Blitz von Italeri als Sani und einem zweiten von MAC als PanzerBlitz mit 20-mm-Einzelflak (traditionell in 1:72), bei dem er erstmalig mit Resin und Fotoätzteilen gearbeitet hatte. Merkt man nix vom 1. Mal, hat er schon 100 Jahre gemacht und nix erzählt! 😉

Thomas Brückelt war von weit her aus dem Freistaat angereist (danke!) und hatte eine Viper aus Battlestar Galactica (neue Serie) in 1:72  im Gepäck. Natürlich nicht langweilig weiß, sondern in Weltraumtarnschwarz, mit zwei fetten Raketenwerfern unter dem Flügeln. So say we all!

Joachim Geier hatte in seinem traditionellen Maßstab 1:32 ein Trägerdeck-Zugfahrzeug aus dem 2. WK mitgebracht, einen Ford Ferguson N9. Harmlos grau, supersauber gebaut – aber stilistisch mit seinen Rundungen wie aus einem Anime 😊 Nebenbei fällt der Blick auf das Trägerdeck, auf dem das Fahrzeug steht… kein Resin, wie man glauben möchte, sondern selbst aus Holz gemacht… mit selbstgeschnittenen Verzurrungsschienen!

Uli Rist brachte in seinem Lieblingsmaßstab 1:72 zwei Schulflugzeuge Bücker 180; eine „normale“ Student und eine Versuchsmaschine mit Kamera und Wollfäden für aerodynamische Forschung, mit der in anderer Konfiguration auch ein Weltrekord über 1000 km aufgestellt wurde. Wenn man genau hinschaut, bewegen sich die Wollfäden in der Atemluft… oder man glaubt es zumindest.

Ralf Staudacher brachte zu seinem Einstand an unserem Modellbaustammtisch einen Querschnitt seiner Modellbauarbeiten mit; unübertrieben etwa so viele Modelle wie alle anderen zusammen. Zum Glück alles in 1:72, da hatten mehrere Modelle gleichzeitig auf dem Präsentiertisch Platz. Es gaben sich die Ehre: 

– eine Me 262A-1b mit offenen Triebwerken mit Ansaugschutzkörben neben einer Me 262T-1 mit vorverlegten Cockpit und einer Me 262B-2 Turboprop;

– eine Ar 234B mit offenem Triebwerk und offenem Cockpit;

– eine Ho IX von Zoukei-Mura in „Körperwelten“-Darstellung;

– drei Mercedes-Benz LKWs (2. WK) als Sani mit kompletter Inneneinrichtung, als Tankwagen mit offenen Bedienungsklappen und als T-Stoff-Tanker mit offenem Motor und Bedienungsklappen;

– ein Rennwagen Bf 109 mit beweglichem Fahrgestell von Herpa – muss man dazu sagen, dass es den nie gegeben hat?

– zwei Halbkettenfahrzeuge Sd.Kfz. 251 mit offenen Hecktüren und als Pionierausführung;

– ein Sturmgeschütz IV (Revell) mit modifizierten Seitenschürzen und eigenem Herd fürs Abendbrot.

Schließlich zeigte Michael Häfner ein Riesengerät im ganz ungewohnten Maßstab von (etwa) 1:10; ein Land Rover von RC4WD als ferngesteuerter Crawler, d.h. für die Bewegung im extrem schwierigen Gelände.  Mitgebrachte Videoaufnahmen ließen einem die Haare zu Berge stehen… jetzt fällt er um! … aber jetzt! AAH! Und nein, der Dreck ist nicht echt, sondern gehört zur Ausführung des Modells.

Es war kaum zu glauben: nach so vielen präsentierten Modellen war immer noch Zeit für ein angenehmes Schwätzle, denn ausnahmslos alle hatten die Lage erkannt und sich absolut kurz gefasst – nicht so leicht! Denn wie wir alle wissen, gibt von jedem Modell eigentlich eine Menge zu erzählen.

Euer Harald Rotter

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