Die zivile Alouette III mit dem Tiger-Anstrich entstand aus dem recht betagten Bausatz von Fujimi.
Das Original fliegt mit einer US-Registrierung (N9362) in Großbritannien. Ich habe einge hilfreiche Bilder des Originals gefunden, die auf dem Breighton Airfield in UK (östlich von Leeds) aufgenommen wurden.
Der Bausatz von Fujimi ist sehr schlicht, besitzt aber eine gute Passgenauigkeit.
Von vorne bis hinten wurde nachdetailliert: Im Cockpit ergänzte ich Sitzgurte, Kollektivhebel und Pedale, sowie den Feuerlöscher, links neben dem Pilotensitz. Auf den Fotos des Vorbilds ist zu erkennen, dass der Copilotensitz nicht der linke, sondern der mittlere ist. Entsprechend wurde der Instrumentenpils und der Cyclic Stick versetzt.
An der Turbine fanden einige selbst hergestellte Leitungen, Rohre und Seilzüge ihren Platz. Diese entstanden aus gezogenen Gießästen, Kupferdraht und aus selbst konstruierten 3D-Druckteilen. Die Gitter, die die Intakes davor bewahren Fremdkörper einzusaugen, stellte ich dar, indem ich mit einem Gravurwerkzeug ein Gittermuster in dünnes Klarsichtmaterial einritzte. Mit einem Washing mit Eisenfarbe wurde das dann hervorgehoben.
Auch beim Rotorkopf gab es einiges an Ergänzungen: das Gestänge zwischen Taumelscheibe und den Blatthaltern war nicht vorhanden, auch nicht die Anlenkhebel der Rotorblätter (wurden „scratch“ nachgebaut).
Beim Heckrotor stellte ich die Anlenkung mit Hilfe eines 3D-Druck-Teils dar und mit gezogenen Gießästen. Das Winkelgetriebegehäuse des Heckrotors baute ich komplett neu, hierbei kamen übrige Teile aus anderen Bausätzen zum Einsatz, die angepasst und ebenfalls mit gezogenen Gießästen verfeinert wurden.
Weiterhin erhielt die Alouette die Einstiegshilfen unterhalb der hinteren Türen in „Marke Eigenbau“. Auch die Antennen auf dem Vorderrumpf und das kleine Pitotrohr vorne durften nicht fehlen.
Lackiert habe ich mit Email-Farben von Humbrol und Revell mit dem Pinsel. Die Grundfarbe besteht aus einer Mischung aus den beiden Revellfarben Gelb 12 und Lufthansagelb 310 im Verhältnis 2:1. Die schwazen Tigerstreifen habe ich freihändig mit dem Pinsel auflackiert. Die Beschriftungen „Danger“ und die Kennzeichen auf den Vertical Stabilizers erstellte ich mit Hilfe von selbst gedruckten Decals. Versiegelt habe ich den getigerten Heli mit seidenmattem Klarlack von Mr. Hobby.
Frohes Baschdlä!
Thomas Brückelt











