Let L-23 Super Blanik von CMR / KP in 1:72 

Let L-23 Super Blanik von CMR / KP in 1:72 

Da ich 1993 auf dem Super Blanik im Flugsportverein Herrenberg das Segelfliegen lernte, sollte natürlich die D-4414 auch irgendwann in meiner Sammlung landen. Seit längerer Zeit schlummerte der hervorragende Resinbausatz von CMR in meinem Lager. Eine Ätzplatine, Tiefziehhauben, Decals und Teile für 10 (!) Vorbilder inklusive ausgiebiger Fotodokumentation liegen bei. Als KP dann noch einen Spritzguss-Bausatz (gleich drei Bausatz-Varianten, mit je drei Lackierungsoptionen) in diesem Jahr herausbrachte, legte ich eine Super Blanik-Modellbausession ein und baute beide Kits parallel. Auch der neue KP-Bausatz ist sehr sauber umgesetzt und sogar im Cockpitbereich sehr gut detailliert.

Die D-4414 baute ich fliegend, so landeten noch 2 angepasste H0-Figuren im Cockpit. Das Gurtzeug fertigte ich aus Alufolie an. Bei beiden Modellen ergänzte ich noch die Mikrofone und die kleineren Bedienelemente, die ich aus gezogenen Gießästen anfertigte. Das Display entstand aus einer blau, transluzenten, 3 mm starken Acrylglasplatte, in die ich einen 0,8 mm dicken Federstahldraht mit Sekundenkleber einklebte.

Die mit orangenen Verzierungen versehene OK-0235 aus dem KP-Bausatz „Let L-23 Super Blanik – Over Europe“ gefiel mir ganz gut, so sollte es diese werden. Die Gurte auf den Sitzen im Cockpit stellte ich mit den beiliegenden Decals dar. Für die Instrumentenbretter druckte ich mir Decals, die ich mit Hilfe von Originalfotos erstellte. Wie man die orangenen Streifen mit den schwarzen Outlines auf die Tragfläche bekommt, ist dem Modellbauer selbst überlassen, dafür liegen keine Decals bei. Die beiliegenden Markierungen und Verzierungen sind jedoch sehr sauber gedruckt und die im Kit befindlichen Decals lassen sich gut verarbeiten.

Die Passgenauigkeit beider Bausätze ist recht gut, Spachtelmasse wird kaum benötigt.

Der einteiligen Tragfläche des CMR-Bausatzes mangelt es leider etwas an V-Form. Hier versuchte ich mit dem Heißluftföhn vorsichtig Abhilfe zu schaffen, allerdings nur mit mäßigem Erfolg.

Lackiert habe ich beide Modelle mit dem Pinsel und Email-Farben von Revell. Einzelne Paneele der Beplankung setzte ich voneinander ab, indem ich etwas Silber oder Eisenfarbe dem Aluminium beimischte. Die Nase und Ruder sind hellgrau angestrichen. 

Die Kennungen und die Flagge für die D-4414 druckte ich auf transparente Decalfolie. Der Standardanstrich mit den roten Linien ließ sich mit den Decals aus dem Bausatz darstellen.

Die oben erwähnten Zierlinien auf den Tragflächen der OK-0235 setzte ich um, indem ich die orangenen Flächen auf weiße Decalfolie druckte und die schwarzen Outlines auf transparente Folie. Nachdem die orangenen Decals angebracht waren, klebte ich deren Kontur ab und überstrich sie mit dem Orange, mit dem ich auch den Rumpf angepinselt hatte. Darüber kamen dann die Outlines und die Kennungen vom Boden aus dem Bausatz.  

Vor und nach dem Anbringen der Decals beprühte ich die Modelle mit glänzendem Klarlack von Tamiya. Vor der letzten Klarlackschicht brachte ich die äußerlichen Kleinteile an. Seidenmatter Klarlack von Mr.Hobby versiegelt das Modell der D-4414, aus einer Tamiya-Spraydose kam die seidenmatte Versiegelung der OK-0235. 

Frohes Baschdlä!

Thomas Brückelt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert