Shorts Tucano T1 von Airfix in 1:72

Das Modell stammt aus dem Bausatz von Airfix, in seiner 2. Auflage.

Hier das Original in Aktion:

Modellbaufreund Christian Hetzenauer vom Tiroler Plastikhaufn ( https://www.plastikhaufn.at/ ), hatte schon Erfahrungen mit dem Bausatz gesammelt und teilte mir mit, dass Propeller und Haube nicht stimmen. Das mit dem Propeller hatte ich schon in Erfahrung gebracht, als ich den Bausatz vor einigen Jahren von meinem Vater geschenkt bekam. Danach habe ich gleich diesen in korrigierter Form von CMR als Zubehör (Resin) gekauft. Der Spinner ist bei Airfix zu klein und passt nicht an die Cowling, der Propellerdurchmesser stimmt auch nicht. Auch die Krümmung der Haube im vorderen Bereich hat Airfix nicht gut getroffen, von daher fertigte ich mir eine Tiefziehhaube an. Dazu füllte ich das Originalteil mit Harz und schliff es entsprechend in Form, um darüber dann die neue Haube zu ziehen.

Die beiliegenden Pilotenfiguren mussten noch angepasst werden, auch die Schleudersitze wollten etwas höher gesetzt werden, dass die Besatzung richtig positioniert ist. 

Sämtliche Antennen habe ich nachgebaut, aus dünnerem Material oder flacher geschliffen.

Lackiert habe alles mit dem Pinsel und Emailfarben von Revell. Die Decals haben auf dem Schwarz eine gute Deckkraft, allerdings zerböselten sie. So überstrich ich den Bogen mit Liquid Decal Film, womit sie dann gut anzubringen waren.

Für die Kokarden musste ich einen neuen Untergrund schaffen, da die dünnen, weißen Umrandungen exzentrisch waren (gut, dass die roten Kreisflächen getrennt auf dem Bogen sind). So druckte ich eine schwarze, runde Umrandung auf weiße Decalfolie und brachte darüber dann die Kokarden an. Da ich die ersten beiden Decals für die Tragflächen bereits geopfert hatte, nutzte ich übrige von einem Revellbogen der BAe Hawk und verwendete diese dann sowohl auf der Ober- und auf der Unterseite. Da sie etwas größer sind, als die auf dem Bogen von Airfix, passen sie so gut zueinander.

Leider bekam ich das Schwerpunktproblem nicht in den Griff. Trotz Blei in der Nase und im Spinner, fällt die Tucano auf das Heck. Die Lösung in der Not war die fliegende Darstellung. Dank der Pilotenfiguren im Cockpit ist diese Art der Präsentation nicht ganz unglaubwürdig. Ausgefahrene Landeklappen wären noch passender gewesen, wenn das Fahrwerk und die Luftbremse schon draußen sind…

Trotz der genannten Modifikationen lässt sich das Modell recht gut bauen (Spachtelmasse wurde nicht benötigt) und ist für sein Alter auch schön detailliert.

Mit mehreren Schichten seidenmatten Klarlack (Spraydose, Mr.Hobby) wurde das Modell versiegelt.

Frohes Baschdlä!

Thomas 

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