Da der CMR-Kit des L-23 Super Blanik ( https://www.schwobabaschdler.de/2026/06/let-l-23-super-blanik-von-cmr-kp-in-172/ ) einen zweiten Rumpf zur Darstellung des TG-10B Merlin beinhaltete, samt zweier Tiefziehhauben, sollte aus diesen übrig gebliebenen Teilen auch noch ein „Bonusmodell“ für die eigene Sammlung entstehen. Da ich mit meinen beiden L-23 nun gut ausgestattet bin, kam ich auf die Idee ein Spaßgerät mit zwei kleinen Turbinen, die komplett in den Tragflächen integriert sind, daraus zu machen. Diese fiktive Abwandlung des Super Blaniks nannte ich L-23TT „Jetnik“, wobei das TT für „Twin Turbine“ steht. Die Triebwerksgehäuse sind so gestaltet, dass PBS TJ150-Triebwerke hineinpassen würden, die im Original gerade einmal 272 mm Durchmesser haben. Zwei mal 1500 N Schub sollten für jede Menge Flugspaß sorgen. Die auf 12,60 m verkürzte Spannweite (175 mm im Modell) in Kombination mit großen Querrudern, ermöglicht eine hohe Rollrate.
Die gröbsten, neuen Teile (Tragflächen, Höhenleitwerk und Tank mit Rückenlehne) zeichnete ich mit dem CAD-System und druckte diese dann mit meinem Filamentdrucker aus.
Mit Sprühfüller und Schleifarbeit glättete ich die neuen Teile. Als diese soweit glatt waren, erhielten sie zwei zusätzliche Schichten Sprühfüller aufgespritzt, da sich mit dieser Beschichtung recht gut Gravuren einarbeiten lassen.
Das Cockpit bekam noch eine angepasste Resinfigur sowie sämtliche Bedienelemente aus gezogenen Gießästen.
Die nach unten gezogenen Randbogen entstanden aus einer rechtwinklig gebogenen, 1,5 mm starken Polystyrolplatte. Die Teile trennte ich aus dem gebogenen Kunststoff grob heraus, verklebte sie mit den Tragflächen und schliff sie dann in Form.
Bevor ich die Tragfläche aufklebte, versenkte ich noch ein kurzes Stück Silikonschlauch im Rumpf, in das der Stab des Displays eingeschoben wird.
Da mir die Lackierung der USAF Academy ganz gut gefällt, und ich auch die hervorragenden Decals dafür aus dem CMR-Bausatz übrig hatte, sollte mein Modell auch diesen attraktiven Anstrich bekommen. Ein paar kleinere Änderungen gab es: Die Verzierungen der Tragflächen-Randbogen übertrug ich auch auf das Höhenleitwerk, zudem druckte ich eigene Kennungen, die Beschriftungen „L-23TT Jetnik“ und „TT“.
Damit ich die Trennung von der gelben zur weißen Oberfläche hinbekam, scannte ich die Zierlinien des Rumpfes ein und zog die graue, dünne Linie in einem Grafikprogramm nach, die in dem Bereich liegt. Diese Trennlinien brachte ich an, nachdem ich das Modell zunächst komplett in Weiß angepinselt hatte. So konnte ich dann oberhalb der Linien das Gelb aufpinseln. Der Übergang wurde danach mit dem Decal aus dem Bausatz überdeckt. Lackiert habe ich – wie immer – mit Email-Farben von Humbrol und Revell.
Zum Schluss kam noch die TEK-Düse und das Hauptrad dran. Letzteres
schaut im eingefahrenen Zustand beim Blanik noch ein wenig heraus. Das soll vermeiden, dass Schäden am Rumpf entstehen, wenn der Pilot vor der Landung vergisst, das Fahrwerk auszufahren.
Die Versiegelung sprühte ich mit seidenmattem Klarlack von Tamiya auf.
Frohes Baschdlä!
Thomas Brückelt
















Tolle Bilder Thomas!