Sonderkommando Junck – Irak 1941

Nach dem 1. Weltkrieg hinterblieb der Irak als Mixtur verschiedener Völker unter britischem Mandat mit großen Spannungen. Am 1.April 1941 kam es zum Staatsstreich und damit auch zum Aufstand gegen die britische Besatzung, ab dem 2.Mai zum Anglo-Irakischen Krieg. Deutschland und Italien nahmen die Chance auf, die britische Position im Nahen Osten zu schwächen und entsendeten ein Militärkommando, das Sonderkommando Junck.

Das Sonderkommando Junck bestand aus Transportern, Bombern und Zerstörern. Im einzelnen waren dies He 111, Ju 52, Ju 90, Bf 110, sowie aus Italien die 155a Squadriglia mit Fiat CR.42. Der Irak war nicht fähig, Infrastruktur bereit zu stellen. So kam es zu einem diplomatischen Coup. Italien hatte auf syrischem Gebiet französisches Material eingelagert, das es nach der französischen Niederlage konfisziert hatte. Es gelang zwischen Deutschland, Italien und den Vichy-Franzosen in der Levante eine Vereinbarung, Lkw, Artillerie und Munition freizugeben. Die Türkei stimmte zu, das Material mit der Baghdad-Bahn nach Mossul zu schaffen. Dennoch blieb die Versorgungslage des Kommandos katastrophal. Es gab zum Beispiel kein hochoktaniges Benzin, keine Motoren-Ersatzteile. Eine Ju 52 mit Laborausrüstung wurde kurzerhand zur mobilen Raffinerie, um Rohöl für die Flugmotoren zu modifizieren.

Das Kommando hatte einige Luftkämpfe mit britischen Kräften und bombardierte den britischen Fliegerhorst Habbaniyya. Ende Mai mussten wegen der fehlenden Infrastruktur die Reste über Rhodos fliehen.  Anfang Juni besetzten die Briten Baghdad und Mossul. Nach dem deutschfreundlichen Verhalten der Franzosen nahmen die Briten kurz danach die Levante ein. Sie hatten damit dann auch endgültig den Rücken frei, im Iran einzumarschieren, um über diesen Persischen Korridor die Sowjetunion versorgen zu können.

Modell Bf 110 D-3

Bausatz war die Bf 110 E-1 von Eduard als Profi-Pack. Dieser Bausatz ist extrem zu empfehlen. Alles passt, es muss fast gar nicht gespachtelt werden. Die Inneneinrichtung ist sehr detailliert, es sind perfekt passende Masken für die Kanzel dabei. Einziger kleiner Fehler: Die Bauanleitung gibt an, es wär die WNr 4035, die später von den Briten erbeutet wurde und als Belle of Berlin getestet wurde. Jene war hedoch eine E-1, während diese hier eine D-3 mit dem langen Heck mit Wüsten- / Seenot-Ausrüstung ist. Ferner trugen die Bf 110 des Kommando Junck alle die 900l-Tanks. Diese sind in der Anleitung nicht vorgesehen, liegen aber dem Bausatz bei.

Auf dem Diorama finden sich u.a. noch eine Fiat CR42 von Revell, ein Tankanhänger von Matador, ein franz. Lkw, und diverse Figuren von Nikolai. Der Untergrund ist eine Kunststoffplatte mit Gips aufmodelliert und Vogelsand bestreut. Der Hintergrund ist ein ausgedrucktes Photo eines Wüstengebiets.

Schiffe des britischen Nachschubkonvois

Die HMAS Yarra ist ein Resinbausatz des Kleinserienherstellers Fairy Kikaku in 1/700. Die HMS Cockchafer ist aus der Suma gebaut aus dem Bausatz HMS Hermes 1940 (Richelieu attack) von Aoshima.

Euer Jürgen Klüser

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