Horten Ho 229 mit Pulsorohren von Matchbox in 1:72

Als fiktive Variante einer Horten Ho 229 kam es mir in den Sinn, die Turbinen durch Pulsorohre zu ersetzen. So bleibt die reine Form des Nurflügels ungestört.Als Basis für mein Projekt hielt der alte PM-Kit aus der Matchbox-Verpackung her. Dieser ist mit deutlich besseren Decals ausgestattet, als das ursprüngliche Produkt aus der Türkei. 
Das Cockpit habe ich aufgewertet, die Turbinengehäuse wurden herausgeschnitten und die entsprechenden Stellen mit Polystyroplatten wieder geschlossen. Danach war noch ein wenig Spachteln und Schleifen angesagt. Die Steuerflächen gravierte ich ein, die sind bei dem Oldie noch erhaben dargestellt. 
Die Argusrohre entnahm ich der He 280 von Huma. Vorne deutete ich mit entsprechend strukturiertem Verpackungsmaterial von Tabletten die Flatterventile an. 
Lackiert habe ich mit dem Pinsel und Email-Farben von Revell. Versiegelt wurde mit mattem Klarlack von Tamiya.

Frohes Basteln!
Thomas Brückelt

2 Gedanken zu „Horten Ho 229 mit Pulsorohren von Matchbox in 1:72

  1. Wie kommt das gute Flugzeug auf Geschwindigkeit, Thomas?
    Bekanntermaßen benötigen Argusrohre eine gewisse Speed, um gestartet
    werden zu können. 😉

  2. Hi Dieter,

    Argusrohre sind Pulsorohre, haben ein Flatterventil und können auch bei V0 gestartet werden. Das Argusrohr der Fieseler Fi 103 ( V1 ) wird ja auch auf der Startrampe gezündet, vor dem Abschuss. Das Verwirrende ist, dass Pulsorohre den Staustrahlrohren untergeordnet werden, was aus technischer Sicht aber falsch ist. Staustrahlrohre erzeugen Schub nur durch die Verdichtung, die durch ihre Formgebung zu Stande kommt (siehe z.B. Skoda Kauba SK P.14: https://www.modellversium.de/galerie/artikel.php?id=12232&origin=mb ) und haben abgesehen von der Pumpe der Kraftstoffeinspritzung keinerlei bewegliche Teile. Dewegen gibt´s RAMjets und SCRAMjets. RAMjets arbeiten nur im Unterschallbereich, und Scramjets nur Überschall, was sich nicht mit einer Formgebung vereinen lässt. Die brauchen eine gewisse Anströmgeschwindigkeit. Im Bereich der Einspritzung/Zündung muss bei beiden die Luft auf Unterschall gebracht werden, sonst geht´s nicht. Daher braucht ein SCRAMjet einen Diffusor, der andersrum aufgebaut ist, als es beim RAMjet der Fall ist. Im Überschallbereich drehen sich die Verdichtungsverhältnisse um, deswegen kann das nicht unter einen Nenner gebracht werden.

    Beim Pulsorohr werden durch das Flatterventil Verdichtungsstöße erzeugt, die hin- und herlaufen, und die das Ventil öffnen und schließen, was dann ein Selbstläufer ist. Dewegen entstehen dahinter die „Feuerbälle“ und der Brummton.

    Hier ist die Funktionsweise anschaulich erklärt:

    https://youtu.be/WyidSlJzfmo?list=TLPQMDgwNjIwMjF19xXuQ4w4ZA&t=286

    Allerdings ist der Standschub eines Pulsorohrs recht übel. Starthilferaketen wären da sicher kein Fehler, aber prinzipiell ist ein kompletter Eigenstart möglich, wenn die Bahn lang genug ist.

    Grüße

    Thomas

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